Nahrungsergänzungsmittel bei Hashimoto

Nahrungsergänzungsmittel bei Hashimoto

Nahrungsergänzungsmittel bei Hashimoto

Eine wichtige Frage, die wir uns bei Hashimoto oder einer Schilddrüsenunterfunktion stellen sollten, ist: inwieweit ist es notwendig Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen?

Fakt ist, dass Nahrungsergänzungsmittel eine vollwertige Ernährung nicht ersetzen können. Der Sinn der Sache Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen besteht nicht darin, sich weiterhin von Fertigprodukten und Fastfood zu ernähren und im Umkehrschluss ein Paar Pillen zu schlucken. Denn das erfüllt nicht den Zweck. Nahrungsergänzungsmittel sollen, wie es in dem Wort schon heißt, ergänzend eingenommen werden. Gesunde und nährstoffreiche Ernährung muss also unser tagtägliches „Brot“ sein.

Deshalb können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein

Ich persönlich bin ein großer Fan davon, den Körper aus der Nahrung mit allen wichtigen Vitaminen oder Mineralstoffen zu versorgen. Jedoch bin ich auch ein Befürworter von Nahrungsergänzungsmitteln, wenn es die richtigen sind. Das Thema Nahrungsergänzungsmittel hat aber auch beide Seiten, sowohl Vorteile wie auch Nachteile, die wir uns näher anschauen sollten.

Wollen wir uns als erstes die Vorteile ansehen

Bei zu geringerer Qualität der Böden: Es ist sinnvoll auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen, aufgrund der immer geringeren Qualität der Böden, auf denen konventionelle Produkte angebaut werden. Denn da wo keine Nährstoffe im Boden vorhanden sind, werden auch logischerweise keine in unserem Gemüse oder Obst landen. Produkte aus biologischer Herstellung sind daher ganz klar im Vorteil.

Höherer Nähstoffbedarf des Körpers: Sekunde für Sekunde finden in unserem Körper eine Vielzahl unterschiedlicher biochemischer Vorgänge statt, für die ausreichend Nährstoffe benötigt werden. Es gibt Situationen oder Gegebenheiten, in denen der Körper viel mehr von den Nährstoffen benötigt, damit alle Vorgänge optimal funktionieren. Als Beispiele können wir Stress, die Autoimmunkrankheit Hashimoto oder Schilddrüsenunterfunktion nennen.

Bei einer Stresssituation wechselt der Körper in den Überlebensmodus. Die Nebennieren schütten vermehrt Cortisol aus, was mit der Rettung unseres Lebens verbunden ist. Für diesen Prozess benötigen wir vermehrt Nährstoffe, die sich der Körper – falls zu wenige mit der Nahrung aufgenommen werden – auch aus Knochen, Haut oder Muskeln holt.

Und bei der Autoimmunkrankheit Hashimoto oder Schilddrüsenfunktion ist die Schilddrüse auf bestimmte Spurenelemente angewiesen, wie Jod, Eisen oder Selen. Führen wir diese Spurenelemente nicht in ausreichender Form dem Körper zu, kann die Schilddrüse nicht richtig arbeiten.

Nachteile von Nahrungsergänzungsmitteln

Unendliche Vielzahl an verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln: auf dem Markt gibt es eine unendlich große Vielzahl an Nahrungsergänzungsmitteln, die angeboten werden. Beim näheren Hinsehen und Recherchieren fühlen wir uns vielleicht durch viele Ergänzungen angesprochen. Schnell stellt sich dann aber die Frage, welche sind nun die richtigen und welche eventuell überflüssig.

Überdosierung: bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollten wir vorsichtig sein. Denn der Spruch „Mehr hilft mehr“ trifft hier auf jeden Fall nicht zu. Dosieren wir bestimmte Vitamine, wie das Vitamin A oder D über oder Spurenelemente, kann das auf den Körper toxisch wirken. Bei dem Spurenelement Jod, welches wichtig für die Hormonproduktion der Schilddrüsenhormone ist sollten wir auch vorsichtig sein, wenn es um Ergänzungen geht. Jod würde ich raten auf dem natürlichen Weg mit der Nahrung aufzunehmen. Denn zu viel an Jod bremst die Hormonproduktion, da die Schilddrüse diese Fülle an Jod als Bedrohung erkennt.

Geringe Qualität: achte bei Nahrungsergänzungsmitteln unbedingt auf gute Qualität. Nehme nur Nahrungsergänzungsmittel zu dir, die nach dem Reinheitsgebot produziert werden. Das heißt ohne unerwünschte Zusatzstoffe. Das wären beispielsweise:

  • Carageen E 407
  • Farbstoffe wie Titanoxid
  • Trennmittel wie Magnesiumstearat oder Siliziumdioxid
  • Süßstoffe, wie Aspartam oder andere Zuckeraustauschstoffe

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln: falls du verschiedene Arzneimittel zu dir nehmen musst, informiere dich am besten beim Arzt deines Vertrauens, ob sich die Arzneimittel mit den Nahrungsergänzungsmitteln auch vertragen.

Als Fazit würde ich schlussendlich sagen, auch wenn ich jetzt mehr Nachteile bezüglich Nahrungsergänzungsmittel genannt habe, finde ich sie sehr hilfreich und unterstützend bei der Gesundheit und Genesung. Mit der richtigen Auswahl an Ergänzungen und mit einer gesunden Ernährung können wir den Körper unterstützen und bei der Linderung der Beschwerden helfen.

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